Die Neugeburt für Bademoden der Zukunft
Mikroplastik ist längst kein unbekanntes Problem mehr. Es schwimmt in den Ozeanen, treibt in Flüssen, findet sich im Trinkwasser und stammt nicht zuletzt aus unserer Kleidung. Synthetische Stoffe wie Polyester, Polyamid oder Elastan verlieren bei der Herstellung, beim Tragen und bei jeder Wäsche winzige Kunststofffasern. Unsichtbar für das Auge, aber dauerhaft wirksam für die Umwelt und unsere Gesundheit.
Für viele in der Modebranche ist diese Erkenntnis längst mehr als eine Randnotiz. Sie ist ein Weckruf. Und für manche wird sie zum Wendepunkt.
A-Gain Guide
Fast Fashion war gestern. Der A-Gain Guide bringt frischen Wind in Hamburgs Kleiderschränke für alle, die Mode lieben und dabei das Klima nicht aus den Augen verlieren.
Die Modeindustrie steht am Scheideweg: Mit jährlich 92 Millionen Tonnen Kleidung, von denen der Großteil auf Mülldeponien landet, verursacht die Branche mehr CO₂ als der gesamte internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen. Ein T-Shirt verbraucht in der Herstellung rund 2.700 Liter Wasser. Zudem gelangen jedes Jahr hunderttausende Tonnen Mikroplastik durch synthetische Stoffe wie Polyester in unsere Meere. Auch soziale Missstände wie Kinderarbeit und prekäre Arbeitsbedingungen prägen nach wie vor viele Produktionsketten. Eins ist klar. So kann es nicht weitergehen!
Exclusive Unikate der Zukunft
Jutta Meisen im Interview
Beeindruckende Mode mit farbigen Flächen manchmal mit andersfarbigen Punkten fallen ins Auge. Aus reiner Wolle oder Gemischen sind die extravaganten Unikate. Das Besondere daran ist die Bezugsquelle der Rohstoffe. Es handelt sich um hochwertige Pullover, die ihr erstes Leben bereits hinter sich haben und im zweiten Leben im neuen Design erstrahlen.
Eine Schöpferin von Nou.Niss ist Jutta Meisen aus Bielefeld, eine studierende Modedesignerin, die bereits während ihres Studiums den Sprung ins nachhaltige Modewasser gewagt hat.